Die vier Jahreszeiten: Gedicht

Bevor mein Mann und ich nach Jütland ausgewandert sind, haben wir über andere Länder nachgedacht, südliche Länder mit verlockender Wärme. Aber das, was mir dort am meisten fehlen würde, sind die vier Jahreszeiten, die sich hier im Norden so intensiv erleben lassen.

Mein erster Versuch, ein Gedicht auf Dänisch zu schreiben, ist daher genau diesem Phänomen gewidmet. Und da mein Dänisch sich auf dem Niveau einer Neuntklässlerin befindet, ist es denkbar einfach gehalten. Andererseits mag ich gerade das Einfache, Klare, Ungekünstelte. Deshalb habe ich die Zeilen leicht angepasst wieder zurück ins Deutsche übertragen. Das Gedicht heißt auf Deutsch „Es soll so“:

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La Espeja mit Wow-Effekt? Du entscheidest!

Als Autorin gehöre ich normalerweise zu meinen größten Kritikern. Jeder Fehler schmerzt, jede Zeile muss sich bewähren, wenn man das eigene Buch nach ein paar Jahren wieder zur Hand nimmt. Gleichzeitig ist das Wieder-Lesen oft mit einem Erstaunen verbunden, denn tatsächlich gibt es viele Passagen, an die ich mich gar nicht erinnere. Das eigene Buch ist einem fremd geworden und erst jetzt merkt man wirklich, ob es sich gelohnt hat, es zu schreiben.

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Ein kleiner Gruß zum neuen Jahr – 2026

Doch Sparre war nicht der Typ, der flirtend zurücklächelte oder einer Dame heimlich Avancen machte. Sparre brachte die eng geschnürte und mit Schokoladenkugeln überfütterte Damenwelt an den Rand einer Ohnmacht, weil seine sanften Rehaugen sich nicht an Objekten verfingen, sondern beständig in die Tiefe unserer Existenz zu blicken schienen, wo sie geheimnisvolle Symbole, Metaphern und viele Sonnenaufgänge im Birkenhain vorfanden, was ihn als ebenso feinsinnigen wie melancholischen Mann von Geist auszeichnete.

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Was schreibst du gerade?

Wenn es nicht so absurd, fast schon zynisch klänge, würde ich sagen: Es war weder Mord noch Selbstmord, es war Fahrlässigkeit. Jene Fahrlässigkeit, aus der heraus wir annehmen, die Welt in unserem Kopf wäre real und es gäbe überhaupt keine andere aufrichtige Art zu denken und zu fühlen als die eigene. Jene Fahrlässigkeit, aus der heraus wir es versäumen, jeden Tag und jede Sekunde neu zu prüfen, ob wir wirklich lieben oder uns nur daran ergötzen, das Bild, das wir angestrengt von uns selbst erzeugen, in einem uns duldenden DU gespiegelt zu sehen.“

Zuerst dachte ich ja, es wäre nur eine Marotte, ein kurzes Verliebtsein in eine Idee. Aber so langsam merke ich: Da wartet etwas auf mich. Ein Thema, ein Stoff, der neu erzählt werden will. Auch wenn es anmaßend erscheinen mag, denn das Liebespaar, mit dem ich mich aktuell befasse, gehört zu den bekanntesten Liebespaaren Skandinaviens und so haben sich schon eine ganze Reihe besserer und bekannterer Autoren daran versucht.

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Welttag der Poesie

Heute ist Welttag der Poesie und natürlich beteilige ich mich gern daran, der Welt ein Gedicht zu schenken. Dabei schreibe ich selbst nur noch selten Gedichte, meistens dann, wenn ich versuche, mir „ein Bild“ von etwas zu machen, das nicht in e i n Bild passt. Der Versuch, meinen Gedanken eine Form zu geben, hilft mir dann, zumindest einen Ausschnitt zu finden, der in sich geschlossen scheint.

Das Gedicht „Allen Kriegern im Namen Gottes“ schrieb ich bereits vor vielen Jahren. Heute habe ich es wieder hervorgeholt und einige kleine Änderungen vorgenommen – denn auch das zeichnet meine Sichtweise auf Texte aller Art aus: Sie sind niemals fertig, lassen sich immer wieder erneuern, hinterfragen, variieren.

„Allen Kriegern im Namen Gottes“ und weitere Gedichte sowie Fotografien von mir findet ihr auch in meinem Gedichtband Atem Sein. Aktuell ist das Buch jedoch nicht verfügbar, da ich es neu herausbringen werde.

Demokratisiert KI die Kunst?

Ich habe schon viel Eigenartiges über trainierte Software gelesen. Bisher dachte ich, das Dümmste sei, sie als künstliche „Intelligenz“ zu bezeichnen. Aber irgendwer setzt halt immer noch einen drauf. Und so steht in meiner persönlichen Rangliste nun die Aussage auf Platz 1, KI „demokratisiere“ die Kunst. Was ich aus welchen Gründen darüber denke, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

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Der Arten des Sterbens sind viele – Leseprobe

Gestern durfte ich mich nicht nur über mein neues Buch freuen, sondern auch über Zuspruch und Glückwünsche, für die ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Für alle, die noch unsicher sind, ob sie das Büchlein kaufen sollen, habe ich im Folgenden eine kleine Leseprobe zusammengestellt. Also schaut gern rein und überlegt dann in Ruhe.

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Der Arten des Sterbens sind viele

Aber es gibt nur ein Leben: Deines | Neuerscheinung

Alles neu macht der Mai – aber auch der März hat in diesem Jahr schon einiges zu bieten. Für mich bringt er in doppelter Hinsicht eine Premiere mit sich, denn ich habe zum ersten Mal ein Buch über Storyone veröffentlicht, eine Erzählplattform, die in Kooperation mit Thalia in diesem Jahr einen Buchwettbewerb veranstaltet.

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La Espeja – frisch redigiert nun auch bei Amazon Kindle

Alls Jahre wieder wird es Zeit, die eigenen Bücher noch mal zu lesen und gegebenenfalls zu überarbeiten. Meine erste Wahl fiel auf La Espeja und was soll ich sagen: Ich war überrascht. Das Buch gefiel mir immer noch. Also bei den ersten fünf Durchgängen. Beim sechsten wurde ich dann langsam müde.

Aber immerhin, meine erste und bisher einzige Erzählung im Krimiformat könnt ihr jetzt über Amazon Kindle downloaden – für einen begrenzten Zeitraum (ich glaube, es sind 90 Tage nach Veröffentlichung) auch als Kindle Unlimited, also kostenlos für alle, die ein Abo haben.

Ein Klick aufs Cover leitet euch direkt zur Verkaufsseite weiter:

Ich weiß natürlich, dass sich nicht jeder für Amazon begeistern kann. Aber im Laufe der Jahre musste ich feststellen, dass Selfpublishing, so wie ich es bisher betreibe, die schönste Form der Selbstausbeutung ist. Und ich finde, das sollte sich jetzt mal ändern.

Das Taschenbuch könnt ihr weiter überall bestellen, wo es Bücher gibt, online wie offline. Leider ist es nicht möglich, beide Seiten miteinander zu verbinden. Daher hier noch ein Link zur Taschenbuchversion.

Wollt ihr erst einmal mehr über das Buch erfahren, geht es hier entlang.

Viel Freude beim Lesen!

Endlich fertig – wie ein neues Buch ins Leben kam

War es wirklich noch Juni und damit gerade Sommeranfang, als ich das Schlusswort zur ersten Fassung von „Wie der Tod ins Leben kam“ schrieb? Ich kann es selbst kaum fassen. Andererseits – ich schreibe, recherchiere, korrigiere, lektoriere, verwerfe, kümmere mich ums Layout … nur die Covergestaltung delegiere ich mittlerweile, denn davon verstehe ich wirklich null. Und daneben habe ich ja auch noch einen bezahlten Job – sodass ich in den letzten Wochen oft mal wieder 12 Stunden täglich am Schreibtisch saß, um einerseits meinem Broterwerb und andererseits meiner Leidenschaft nachzugehen.

Sage und schreibe fünf Tage habe ich allein dafür gebraucht, einen Klappentext mit weniger als 200 Wörtern zu formulieren, eine der Aufgaben einer Selfpublisherin, die ich am meisten hasse. Aber zumindest für mich selbst hat es sich gelohnt – denn nichts lehrt einen so viel über das eigene Buch wie der Versuch, es in wenigen Zeilen zusammenzufassen. Wer weiß, vielleicht beginne ich das nächste einfach damit?

Fürs Cover kamen dieses Mal nur zwei Motive in die engere Auswahl, nämlich diese:

In das dunkle Cover habe ich mich sofort verschossen. Und mir damit ordentlich Schelte von meiner Cover-Gestalterin zugezogen. Immerhin weiß sie jetzt, woher die Bezeichnung „Kunden aus der Hölle“ kommt. 😊  Aber trotz ihrer Jugend hat sie sich durchgesetzt. Oder vielleicht auch deshalb, weil ich so großes Vertrauen in sie habe.

Wahnsinnig viel Zeit kostet es natürlich auch, so ein Buch zu formatieren. Am Anfang stellen sich immer dieselben Fragen … wie ging das noch mal mit den Seitenzahlen – wenn sie erst auf Seite 3 oder Seite 5 beginnen sollen? (Spoiler: Umbruch „nächste Seite einfügen“ und die beiden Abschnitte voneinander trennen.) Welche Schriftart ist geeignet, welche Vorgaben gibt es bezüglich der Seitenränder und des Druckformats, welche Zeilenabständige benötige ich, damit das Buch fein lesbar ist, aber der Preis nicht unnötig in die Höhe steigt?

Und dann diese doofen Einrückungen am Beginn der Absätze … die hasse ich mindestens so sehr wie Klappentexte, bringen sie doch nichts als Unruhe ins Gesamtbild. Keine Hurenkinder und Schusterjungen übriggeblieben? Irgendwo noch ein Trennzeichen, das da nicht hingehört? „Ebenda“ und „Vergleiche“ groß- oder kleinschreiben? Seitenzahlen bei Zitaten angeben oder nicht? Schließlich ist es ja kein Fachbuch mehr, sondern ein Sachbuch. Auch schön bei einem Manuskript, das unendlich viele Zitate aus Zeiten vor der Rechtschreibreform enthält: die Korrekturvorschläge von Word einarbeiten – oder eben nicht. Einige Hundert waren es bei jedem Durchgang. Da wünscht man sich doch glatt ins 16. Jahrhundert zurück, als jeder noch schreiben durfte, wie ihm gerade der Sinn danach stand.

Und wenn man alles fertig hat? Schaut man’s durch und entdeckt hier noch eine Kleinigkeit, dort noch ein Detail … und beginnt von vorn, weil sich mit jeder verfluchten Änderung auch wieder was auf den Folgeseiten verschiebt. Fiel mir dann auch auf, nachdem ich den ersten Probedruck bestellt hatte. Denn da war plötzlich dieser hässliche Trennstrich und diese eine Zeile, die einfach sonstwohin gerutscht war. Die Abstände zwischen den Absätzen waren viel zu groß. Die Schriftart wirkte gedruckt auch ganz anders als am Monitor. Also noch einmal alles sichten, anpassen, Manuskript erneut hochladen und hoffen, dass beim nächsten Mal alles anders und besser wird.

Bin ich jetzt stolz oder unendlich froh? Weder noch. Ich bin zufrieden. Ich habe getan, was ich konnte, wenn auch viel zu spät. Alles andere liegt jetzt nicht mehr in meiner Hand. Außer die Frage: Was kommt als Nächstes? Und da habe ich schon so eine Ahnung …

Mein Dank gilt allen, die mich durch diese Phase begleitet haben. Auch die Gewinnerinnen der Verlosung sind bereits bestimmt – ihr bekommt also bald Post von mir. Und sobald ich mich davon überzeugt habe, dass jetzt wirklich keine Zeilen mehr verrückt sind, folgt an dieser Stelle natürlich die inhaltliche Vorstellung. Denn von einem bin ich überzeugt: Es ist ein gutes und ein wichtiges Buch geworden. Und das ist es doch, was am Ende zählt.

Erhältlich ist „Wie der Tod ins Leben kam“ ab sofort über epubli oder die bekannten Verkaufsstellen online und offline. Zur Pressemitteilung gelangt ihr über diesen Link (PDF-Download, öffnet sich in einem neuen Tab).