Neues aus der Schreibstube

Wenn der eisige Ostwind weiterhin die Fingerspitzen gefrieren lässt, gibt es nur eine Art, sich zu wehren: Schreiben! Heute stand Kapitel 1 meines neuen Romans auf dem Plan, der von einer tödlich endenden Liebesgeschichte im Dänemark des 19. Jahrhunderts handelt. Erzählt wird die Geschichte von Jesper Hansen, einem jungen Journalisten aus ärmlichen Verhältnissen, der für die damals moderne Literatur brennt, aber stattdessen ein grundsolides und Anzeigenkundenfreundliches Feuilleton für die Helsingør Posten aufbauen muss.

Statt also die großen Debatten um Kultur und Gesellschaft zu thematisieren, die die Gemüter im Land erhitzen, soll er auf Geheiß des Redaktionsleiters den sentimental-romantischen Gedichtband eines schwedischen Dragonerleutnants namens Sixten Sparre rezensieren.

Frustriert gibt Jesper nach, denn er ist nicht nur für sich, sondern auch für seine verwitwete Mutter verantwortlich. Doch ein Verrat kommt selten allein – und so nimmt die unheilvolle Geschichte um Jespers große Schuld gegenüber der einzigen Frau, die er jemals lieben würde, schon jetzt ihren Lauf, lange bevor er überhaupt ihren Namen kannte: Elvira „Hedda“ Madigan.

Kapitel 1, Szene 1 ist online, frisch und unüberarbeitet – aber nur für wenige Tage! Ich freue mich über eure Kritik, euer Feedback, eure Fragen!

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Die vier Jahreszeiten: Gedicht

Bevor mein Mann und ich nach Jütland ausgewandert sind, haben wir über andere Länder nachgedacht, südliche Länder mit verlockender Wärme. Aber das, was mir dort am meisten fehlen würde, sind die vier Jahreszeiten, die sich hier im Norden so intensiv erleben lassen.

Mein erster Versuch, ein Gedicht auf Dänisch zu schreiben, ist daher genau diesem Phänomen gewidmet. Und da mein Dänisch sich auf dem Niveau einer Neuntklässlerin befindet, ist es denkbar einfach gehalten. Andererseits mag ich gerade das Einfache, Klare, Ungekünstelte. Deshalb habe ich die Zeilen leicht angepasst wieder zurück ins Deutsche übertragen. Das Gedicht heißt auf Deutsch „Es soll so“:

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La Espeja mit Wow-Effekt? Du entscheidest!

Als Autorin gehöre ich normalerweise zu meinen größten Kritikern. Jeder Fehler schmerzt, jede Zeile muss sich bewähren, wenn man das eigene Buch nach ein paar Jahren wieder zur Hand nimmt. Gleichzeitig ist das Wieder-Lesen oft mit einem Erstaunen verbunden, denn tatsächlich gibt es viele Passagen, an die ich mich gar nicht erinnere. Das eigene Buch ist einem fremd geworden und erst jetzt merkt man wirklich, ob es sich gelohnt hat, es zu schreiben.

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Ein kleiner Gruß zum neuen Jahr – 2026

Doch Sparre war nicht der Typ, der flirtend zurücklächelte oder einer Dame heimlich Avancen machte. Sparre brachte die eng geschnürte und mit Schokoladenkugeln überfütterte Damenwelt an den Rand einer Ohnmacht, weil seine sanften Rehaugen sich nicht an Objekten verfingen, sondern beständig in die Tiefe unserer Existenz zu blicken schienen, wo sie geheimnisvolle Symbole, Metaphern und viele Sonnenaufgänge im Birkenhain vorfanden, was ihn als ebenso feinsinnigen wie melancholischen Mann von Geist auszeichnete.

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Was schreibst du gerade?

Wenn es nicht so absurd, fast schon zynisch klänge, würde ich sagen: Es war weder Mord noch Selbstmord, es war Fahrlässigkeit. Jene Fahrlässigkeit, aus der heraus wir annehmen, die Welt in unserem Kopf wäre real und es gäbe überhaupt keine andere aufrichtige Art zu denken und zu fühlen als die eigene. Jene Fahrlässigkeit, aus der heraus wir es versäumen, jeden Tag und jede Sekunde neu zu prüfen, ob wir wirklich lieben oder uns nur daran ergötzen, das Bild, das wir angestrengt von uns selbst erzeugen, in einem uns duldenden DU gespiegelt zu sehen.“

Zuerst dachte ich ja, es wäre nur eine Marotte, ein kurzes Verliebtsein in eine Idee. Aber so langsam merke ich: Da wartet etwas auf mich. Ein Thema, ein Stoff, der neu erzählt werden will. Auch wenn es anmaßend erscheinen mag, denn das Liebespaar, mit dem ich mich aktuell befasse, gehört zu den bekanntesten Liebespaaren Skandinaviens und so haben sich schon eine ganze Reihe besserer und bekannterer Autoren daran versucht.

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Welttag der Poesie

Heute ist Welttag der Poesie und natürlich beteilige ich mich gern daran, der Welt ein Gedicht zu schenken. Dabei schreibe ich selbst nur noch selten Gedichte, meistens dann, wenn ich versuche, mir „ein Bild“ von etwas zu machen, das nicht in e i n Bild passt. Der Versuch, meinen Gedanken eine Form zu geben, hilft mir dann, zumindest einen Ausschnitt zu finden, der in sich geschlossen scheint.

Das Gedicht „Allen Kriegern im Namen Gottes“ schrieb ich bereits vor vielen Jahren. Heute habe ich es wieder hervorgeholt und einige kleine Änderungen vorgenommen – denn auch das zeichnet meine Sichtweise auf Texte aller Art aus: Sie sind niemals fertig, lassen sich immer wieder erneuern, hinterfragen, variieren.

„Allen Kriegern im Namen Gottes“ und weitere Gedichte sowie Fotografien von mir findet ihr auch in meinem Gedichtband Atem Sein. Aktuell ist das Buch jedoch nicht verfügbar, da ich es neu herausbringen werde.

Demokratisiert KI die Kunst?

Ich habe schon viel Eigenartiges über trainierte Software gelesen. Bisher dachte ich, das Dümmste sei, sie als künstliche „Intelligenz“ zu bezeichnen. Aber irgendwer setzt halt immer noch einen drauf. Und so steht in meiner persönlichen Rangliste nun die Aussage auf Platz 1, KI „demokratisiere“ die Kunst. Was ich aus welchen Gründen darüber denke, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

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Der Arten des Sterbens sind viele – Leseprobe

Gestern durfte ich mich nicht nur über mein neues Buch freuen, sondern auch über Zuspruch und Glückwünsche, für die ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Für alle, die noch unsicher sind, ob sie das Büchlein kaufen sollen, habe ich im Folgenden eine kleine Leseprobe zusammengestellt. Also schaut gern rein und überlegt dann in Ruhe.

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Der Arten des Sterbens sind viele

Aber es gibt nur ein Leben: Deines | Neuerscheinung

Alles neu macht der Mai – aber auch der März hat in diesem Jahr schon einiges zu bieten. Für mich bringt er in doppelter Hinsicht eine Premiere mit sich, denn ich habe zum ersten Mal ein Buch über Storyone veröffentlicht, eine Erzählplattform, die in Kooperation mit Thalia in diesem Jahr einen Buchwettbewerb veranstaltet.

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La Espeja – frisch redigiert nun auch bei Amazon Kindle

Alls Jahre wieder wird es Zeit, die eigenen Bücher noch mal zu lesen und gegebenenfalls zu überarbeiten. Meine erste Wahl fiel auf La Espeja und was soll ich sagen: Ich war überrascht. Das Buch gefiel mir immer noch. Also bei den ersten fünf Durchgängen. Beim sechsten wurde ich dann langsam müde.

Aber immerhin, meine erste und bisher einzige Erzählung im Krimiformat könnt ihr jetzt über Amazon Kindle downloaden – für einen begrenzten Zeitraum (ich glaube, es sind 90 Tage nach Veröffentlichung) auch als Kindle Unlimited, also kostenlos für alle, die ein Abo haben.

Ein Klick aufs Cover leitet euch direkt zur Verkaufsseite weiter:

Ich weiß natürlich, dass sich nicht jeder für Amazon begeistern kann. Aber im Laufe der Jahre musste ich feststellen, dass Selfpublishing, so wie ich es bisher betreibe, die schönste Form der Selbstausbeutung ist. Und ich finde, das sollte sich jetzt mal ändern.

Das Taschenbuch könnt ihr weiter überall bestellen, wo es Bücher gibt, online wie offline. Leider ist es nicht möglich, beide Seiten miteinander zu verbinden. Daher hier noch ein Link zur Taschenbuchversion.

Wollt ihr erst einmal mehr über das Buch erfahren, geht es hier entlang.

Viel Freude beim Lesen!